Schülerinnen der Teilzeitschule Hauswirtschaft nähen
Einkaufssäckchen helfen Plastik sparen

Einkaufssäckchen und mehr wurden im Unterrichtsfach Haus- und Textilpraxis gefertigt.

Kreativ sein und dabei einen Beitrag für den Klimaschutz leisten erproben die Schülerinnen der Teilzeitschule Hauswirtschaft am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Nördlingen im Unterrichtsfach Haus- und Textilpraxis. Dort lernen sie unter anderem den Umgang mit der Nähmaschine von Anfang an.

"Die neu gelernte Doppelnaht lässt sich prima anwenden, um einfache Säckchen zu nähen und gleichzeitig der Umwelt zu helfen. Wer weniger Müll produziert, schützt automatisch unser Klima mit und leistet seinen Beitrag zu einem nachhaltigen Konsum", sagte Schulleiterin Brigitte Steinle.
Reste von Vorhangstoffen werden zu durchsichtigen Beuteln
Unter Anleitung von Fachlehrerin Katharina Demharter entstehen aus Resten von Vorhangstoffen dünne, durchsichtige Beutel. Statt im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt zu Plastiktüten & Co. greifen zu müssen, kann loses Obst und Gemüse darin gemeinsam gewogen und transportiert werden. Auch für Semmeln, Brot und ähnliche Dinge eignen sich die selbstgenähten Beutel.
"Der dünne Stoff ist nicht einfach zu nähen, aber die Idee finde ich richtig gut und dies möchte ich auf alle Fälle im Alltag umsetzen", meint Studierende Stefanie Denteler. Ein Blickfang seien sie allemal und pfiffige Helfer, um möglichst verpackungsarm einzukaufen, so die einhellige Meinung aller Schülerinnen. Wer einen dichten Stoff wie Baumwolle hat, kann selbstverständlich mit Hilfe desselben Schnittes auch einen Turn- oder Wäschebeutel nähen.
Nachhaltigkeit in den Theorie- und Praxisfächer präsent
Das Thema Nachhaltigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch alle Theorie- und Praxisfächer der Teilzeitschule Hauswirtschaft. Und das hat gute Gründe, denn jeden Tag sind wir alle gefordert, Entscheidungen zu treffen. "Ausreichend über ökologische und soziale Kriterien Bescheid zu wissen, ist die Grundlage dafür, dass nachhaltiger Konsum zum Normalfall werden kann", so Brigitte Steinle. Hier gäbe es auch etliche fundierte Veröffentlichungen. Der "Nachhaltige Warenkorb – Einfach besser einkaufen" vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) biete genauso wie die Kurzstudie der Heinrich-Böll-Stiftung "Nutzen statt Besitzen – Auf dem Weg zu einer ressourcenschonenden Konsumkultur" viele Informationen und Anregungen.