Landwirtschaftsschule Nördlingen, Abteilung Hauswirtschaft
19 Fachkräfte für Ernährung und Haushaltsführung verabschiedet

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Trotz Corona-Krise wollten sich die Absolventinnen der hauswirtschaftlichen Teilzeitschule in Nördlingen ihre Abschlussfeier nicht nehmen lassen. Aufgrund der Abstandsregeln mussten sie jedoch auf jegliche Begleitung und Ehrengäste verzichten. Unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften bildete die frühlingshaft geschmückte Aula der Landwirtschaftsschule in Nördlingen den würdigen Rahmen für einen stimmungsvollen Festakt im kleinen Kreis.

Manfred Faber, Behördenleiter des AELF Nördlingen, bekundete den neuen Fachkräften für Ernährung und Haushaltsführung seine Anerkennung für ihr Durchhaltevermögen und ihren Leistungswillen. "Jeder Schulabschluss ist etwas Besonderes. Eine Ära geht zu Ende, eine neue beginnt." Er legte den Frauen ans Herz, Werbung für die hauswirtschaftliche Ausbildung zu machen, weil sie sowohl einen persönlichen als auch beruflichen Mehrwert garantiere. Hauswirtschafterinnen seien in der Gesellschaft gefragter denn je. "Vergessen Sie nie, dass Sie einen anspruchsvollen Beruf erlernt haben, in dem Sie eine hohe Verantwortung tragen", mahnte Faber. "Denken Sie aber auch immer daran, dass mit dem Erhalt einer Urkunde und eines Zeugnisses die Bildung nicht endet."
Zahlreiche Fotos dokumentierten eine bewegte Schulzeit
Mit zahlreichen Fotos ließ Hauswirtschaftsdirektorin Brigitte Steinle die bewegte Schulzeit des Semesters 2018/20 Revue passieren. Die vergangenen zwei Jahre seien für die Studierenden anstrengend und kein Spaziergang gewesen. Trotz Schwangerschaften, Krankheiten, beruflichen und familiären Verpflichtungen hätten sie sich redlich bemüht, keinen Unterrichtstag zu versäumen. Der einsemestrige Lehrgang bot ein reichhaltiges Programm an theoretischer und praktischer Wissensvermittlung, aber auch Schulfeiern fanden statt. Zum Leidwesen der Studierenden entfielen aufgrund der Corona-Beschränkungen einige Exkursionen, die ansonsten eine interessante Abwechslung in den Schulalltag bringen. Auch die fachpraktischen Prüfungen mussten deshalb verschoben werden.
Lockdown war eine Herausforderung für alle Beteiligten
Der Lockdown sei eine Herausforderung für die Lehrkräfte und Studierenden gewesen, sagte Steinle. "Als wir nach sechs Wochen den Schulunterricht mit Mund-Nasen-Schutz und strengen Hygiene- und Abstandsvorschriften wieder aufnehmen konnten, war das sehr gewöhnungsbedürftig." Mit dem Titel "Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung" haben die Absolventinnen sich nicht nur praktische Fertigkeiten und ein breites Fachwissen in den Bereichen Hauswirtschaft, Familien- und Haushaltsmanagement erworben. Sie erhielten auch die Eignung bestätigt, andere Menschen beruflich, pädagogisch und qualifiziert auszubilden. Dafür mussten sie eine praktische Unterweisungsprüfung und eine zentrale schriftliche Abschlussprüfung im Fach Berufs- und Arbeitspädagogik bestehen.
Jahrgangsbeste AbsolventinnenZoombild vorhanden

© Patrizia Schallert

Rückblick auf die Schulzeit und beste Absolventinnen
Nachdem die Semestersprecherinnen Elke Jaumann und Gudrun Stumpf mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf die Schulzeit zurückgeblickt hatten, überreichte Steinle den neuen Fachkräften die Abschlusszeugnisse, Urkunden und kleine Präsente.
Das Grußwort vom Vorstandsvorsitzenden der VR-Bank Paul Ritter an die Absolventinnen las die Schulleiterin vor.
Mit einer Durchschnittsnote von 1,12 absolvierte Eva-Maria Oswald (Blossenau) die Prüfungen als Klassenbeste. Mit einem Schnitt von 1,22 schloss ihre Mitstreiterin Gudrun Stumpf (Harburg) ab. Drittbeste war Cornelia Funk (Löpsingen) mit 1,33.
Einen erfolgreichen Abschluss erreichten auch: Michaela Böllmann (Möttingen), Stefanie Denteler (Schmähingen), Johanna Dreger (Großsorheim), Hedwig Fink (Otting), Iris Fischer (Löpsingen), Monika Gerber (Asbach-Bäumenheim), Lisa Gnugesser (Reimertshof), Jasmina Jakupovic (Laub), Elke Jaumann (Oettingen), Heidi Meyer (Möttingen), Margit Seefried (Ehingen), Natalia Seefried-Kramska (Amerbach), Alexandra Singer (Utzmemmingen), Elisabeth Stegmüller (Kaisheim), Christine Strobl (Monheim) und Enikö Tapolcai (Gundelfingen).
Werbetrommel für neuen Lehrgang 2020-2022
Abschließend wies Steinle auf den Informationsabend zum neuen Lehrgang 2020-2022 der Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung in Teilzeit hin, für den die Absolventinnen fleißig die Werbetrommel rühren sollen. Er findet am Dienstag, 23. Juni, um 19.30 Uhr in der Aula der Landwirtschaftsschule Nördlingen statt und dauert rund zwei Stunden. Bei der Veranstaltung wird über die Ziele und Unterrichtsinhalte der Schule, über Unterrichtszeiten, Kosten und Anmeldeformalitäten informiert. Damit ausreichend Sitzplätze mit Abstand vorhanden sind, bittet das AELF um telefonische Anmeldung unter 09081 2106-0 oder per E-Mail: poststelle@aelf-nd.bayern.de. Nähere Informationen finden Sie online:

Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung Nördlingen

Quelle für den Text und das Foto der besten Absolventinnen: Patrizia Schallert
(Erstveröffentlichung des Artikels im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt, Ausgabe 24 vom 12.06.2020; der Artikel wurde auf dieser Webseite in einer überarbeiteten Fassung eingestellt)
Zum Gedenken und in stiller Erinnerung an eine Verstorbene
Aus dem Kreis der Fachschülerinnen verstarb im März 2020 Michaela Strobel (Nordheim).
Mit traurigem Herzen nahmen wir in Asbach-Bäumenheim von ihr Abschied.
Spuren von ihr bewahren wir in unserer Erinnerung. Möge sie in Frieden ruhen!