Eschentriebsterben: Gefahr für Waldbesitzer und Spaziergänger

Eschentriebsterben

Vom Eschentriebsterben gezeichnete Kronen

Spaziergängern und Wanderern wird zur Vorsicht geraten

Die Förster kommen mit dem Beseitigen offensichtlicher Gefahrenquellen entlang öffentlicher Straßen und Wanderwege kaum nach, zumal der Befall in Teilbereichen Ausmaße erreicht hat, die einen Kahlschlag erforderlich machen würden.
Dass sich Waldbesucher nach einschlägigen Gerichtsurteilen auf waldtypische Gefahren einstellen müssen (zu diesen gehören zum Beispiel herabstürzende Äste), ist für mögliche Geschädigte sicher ein schwacher Trost.

Vorsicht ist deshalb angesagt

Was wissenschaftlich nicht gesichert für Eichen bei Gewitter gilt („Von den Eichen sollst du weichen“), sollte man bei Sturm und Windböen auf jeden Fall auf Eschen übertragen:
In Jungbeständen liegt der Anteil absterbender oder toten Eschen nach neuesten Erhebungen bereits bei durchschnittlichen 75 Prozent, in Stangenholzbeständen bei 25 und in Altbeständen bei zirka 12 Prozent.

Auch bei Waldarbeiten erhöhtes Gefahrenpotenzial

In der einschlägigen forstlichen Fachpresse wird deshalb aufgrund hoher Kronentotholzanteile und der verbreiteten Wurzelfäule bereits davor gewarnt, geschädigte Eschen mit der Motorsäge zu fällen, weil sich durch die Erschütterungen beim Einschlagen der Fällkeile dürre Äste lösen können bzw. eine sichere Schnitttechnik mit Anlage von Fallkerb und Bruchleiste in einem von Fäule bereits befallenen Stockbereich nicht mehr gewährleistet ist.
Das erhöhte Gefahrenpotenzial gilt somit nicht nur für erholungssuchende Waldbesucher sondern ganz besonders auch für die mit Fällarbeiten befassten Waldbesitzer und Waldarbeiter.