Aktuelle Ergebnisse 2018
Forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung 2018

Mann mit Fernglas

Foto: Jasmina007/
istockphoto.com

Die Bayerische Forstverwaltung erstellt seit 1986 alle drei Jahre die Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung, kurz auch Vegetationsgutachten genannt.

Bevor die Forstlichen Gutachten erstellt werden, führen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Forstverwaltung alle drei Jahre im Vorfeld der Drei-Jahres-Abschussplanung für Rehwild von Ende März bis Mitte April eine Inventur der Waldverjüngung durch. Dabei werden bayernweit über zwei Millionen junge Waldbäume untersucht, ob und wie stark diese durch Schalenwildverbiss (Rehwild, Rotwild, Gamswild und andere) beeinflusst sind.
Auf Grundlage dieser Ergebnisse wird für jede der rund 750 Hegegemeinschaften in Bayern ein Forstliches Gutachten erstellt.
Die Forstlichen Gutachten sind für die Beteiligten an der Abschussplanung - Jagdvorstand, Eigenjagdbesitzer und Revierinhaber - ein wichtiges Hilfsmittel, um für die jeweils kommende Planungsperiode gesetzeskonforme Abschusspläne für das Schalenwild aufzustellen. Für die unteren Jagdbehörden stellen die Gutachten eine wesentliche Entscheidungsgrundlage bei der behördlichen Abschussplanung dar.

Ergebnisse der Forstlichen Gutachten 2018

Die Zusammenfassung der bayernweiten Ergebnisse der Vegetationsgutachten 2018 zeigen, dass der Wildverbiss in Bayern seit der letzten Erhebung im Jahr 2015 leicht zugenommen hat.
Auch im Landkreis Donau-Ries ist die Verbisssituation noch nicht zufriedenstellend, jedoch hat sie sich gegenüber der Aufnahme des Jahres 2015 leicht verbessert. Somit folgt erfreulicherweise der Trend im Landkreis nicht dem bayerischen Durchschnitt.
In 7 von 10 Hegegemeinschaften im Landkreis musste die Verbissbelastung nach wie vor als zu hoch eingestuft werden. In zwei Hegegemeinschaften konnte der Verbiss als tragbar bezeichnet werden. Für die Hegegemeinschaft Ries-Mitte wurde aufgrund des geringen Waldanteils im Ries-Kessel keine Verbissbelastung erhoben.
Als Konsequenz aus den erhobenen Daten ist die Forstverwaltung gehalten, eine Abschussempfehlung für den künftigen 3-Jahres-Abschussplan für Rehwild abzugeben. Dafür müssen eine Vielzahl von Faktoren, wie Schadensniveau, Repräsentanz der Baumart bzw. Baumartengruppe, Waldanteil und Wald-Feld-Verteilung, Anteil gezäunter Flächen etc. miteinander abgewogen werden. Im Falle der beiden Hegegemeinschaften, bei denen eine tragbare Verbissbelastung attestiert werden konnte, lautet diese Empfehlung, den Abschuss in bisheriger Höhe beizubehalten. In den 7 Hegegemeinschaften mit zu hoher Verbissbelastung bleibt es allerdings bei der bisherigen Empfehlung, den Abschuss zu erhöhen, um die Wilddichte auf ein waldverträgliches Maß einzuregulieren.
Der Anteil der verbissenen Nadelhölzer und Laubhölzer in Bayern ist im Vergleich zum Gutachten von 2015 jeweils um 1% gestiegen. Im Landkreis Donau-Ries sind besonders die Laubbaumarten, insbesondere das Edellaubholz wie Ahorn, Kirsche, Ulme, betroffen, aber auch, wo vorhanden, die Nadelbaumart Tanne.

Die Ergebnisse der einzelnen Hegegemeinschaften im Landkreis Donau-Ries

Weitere Informationen zu den Forstlichen Gutachten Bayern:

Ansprechpartner

Peter Birkholz
AELF Nördlingen
Oskar-Mayer-Straße 51
86720 Nördlingen
Telefon: 09081 2106-92
Fax: 09081 2106-55
E-Mail: poststelle@aelf-nd.bayern.de