Beginn der Außenaufnahmen
Forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung 2018

Mann mit Fernglas

Die Bayerische Forstverwaltung erstellt seit 1986 alle drei Jahre die Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung, kurz auch Vegetationsgutachten genannt.

Bevor die Forstlichen Gutachten erstellt werden, führen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Forstverwaltung alle drei Jahre im Vorfeld der Drei-Jahres-Abschussplanung für Rehwild von Ende März bis Mitte April eine Inventur der Waldverjüngung durch. Dabei werden bayernweit über zwei Millionen junge Waldbäume untersucht, ob und wie stark diese durch Schalenwildverbiss (Rehwild, Rotwild, Gamswild und andere) beeinflusst sind.
Auf Grundlage dieser Ergebnisse wird für jede der rund 750 Hegegemeinschaften in Bayern ein Forstliches Gutachten erstellt.
Die Forstlichen Gutachten sind für die Beteiligten an der Abschussplanung - Jagdvorstand, Eigenjagdbesitzer und Revierinhaber - ein wichtiges Hilfsmittel, um für die jeweils kommende Planungsperiode gesetzeskonforme Abschusspläne für das Schalenwild aufzustellen. Für die unteren Jagdbehörden stellen die Gutachten eine wesentliche Entscheidungsgrundlage bei der behördlichen Abschussplanung dar.
Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung wurde das Aufnahmeverfahren vorgestellt.
Im Landkreis Donau-Ries fand diese am 23. Februar im Stadtwald Donauwörth statt.
Waldbesitzer, Eigenjagdbesitzer und Revierinhaber nutzten hier die Möglichkeit, sich ein Bild vom Vorgehen zu machen.

Ergebnisse der Forstlichen Gutachten 2015

Die Ergebnisse der letzten Gutachten aus dem Jahr 2015 zeigen einen überwiegend positiven Trend. Die Verbisssituation hat sich im Landkreis Donau-Ries gegenüber der Voraufnahme des Jahres 2012 geringfügig verbessert. Gemessen an den bayerischen Durchschnittswerten bewegen sich die relevanten Verbissparameter für die Hauptbaumarten im Landkreis Donau-Ries allerdings auf vergleichsweise hohem Niveau. So liegt das Leittriebverbissprozent der Fichte mit 7,9 bei 343 % des bayerischen Durchschnitts, das der Buche mit 17,9 bei 145 %, das der Edellaubholzgruppe mit 28,3 bei 136 % und das des Sonstigen Laubholzes mit 45,2 bei 183 % des bayerischen Durchschnitts.

In 8 von 9 Hegegemeinschaften im Landkreis wurde die Verbissbelastung als zu hoch eingestuft, in nur einem Fall als tragbar. In einer möglichst umfassenden Würdigung der Vielzahl an Faktoren (Schadensniveau, Repräsentanz der Baumart bzw. Baumartengruppe, Waldanteil und Wald-Feld-Verteilung, Anteil gezäunter Flächen etc.) wird im Falle dreier Hegegemeinschaften empfohlen, den Abschuss in bisheriger Höhe beizubehalten und in sechs Hegegemeinschaften den Abschuss zu erhöhen.

Der Vollständigkeit halber wird ergänzt, dass für eine Hegegemeinschaft im Landkreis aufgrund zu geringer Waldanteile kein Vegetationsgutachten zu erstellen war.

Weitere Informationen zu den Forstlichen Gutachten Bayern:

Ansprechpartner

Peter Birkholz
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