Gut besuchte Veranstaltung des AELF
Gewässerschutz durch präzises Düngen

Düngestreuer

Etwa 60 Landwirte folgten der Einladung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Nördlingen im Juli 2018 zum Thema präzise Düngerausbringung auf einem der beiden Vorzeigebetriebe in Sachen Gewässerschutz (Betrieb Nass, Pflegermühle, Huisheim).

Dabei wurde die Genauigkeit eines Düngerstreuers im praktischen Einsatz getestet. Insbesondere die Grenzstreueinrichtung, die ein möglichst parzellenscharfes Düngen gewährleisten soll, interessierte die Landwirte.
Mit der neuen Düngeverordnung sei der Schutz der Gewässer, in diesem Fall der Oberflächengewässer, stark in den Fokus gerückt, betonte Behördenleiter Manfred Faber.
Es komme künftig darauf an, die Nährstoffzufuhr noch mehr am Bedarf der Pflanzen zu orientieren und die mineralischen und organischen Dünger damit möglichst effizient einzusetzen, um die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten.
Düngerstreuer mit aufgestellten Streuschalen
Der praktische Einsatz eines modernen Düngerstreuers mit Grenzstreueinrichtung mit aufgestellten Streuschalen auf einer frisch gemähten Wiese ergab, dass letztlich das "Überwerfen" von Düngerkörnern über eine feste Linie nicht vollständig zu verhindern ist. Eine absolute Sicherheit für die Vermeidung jeglicher Düngung benachbarter Flächern bzw. Gewässer gibt es deswegen nur durch das Anlegen eines Schutzstreifens.
Bedeutung von Pufferstreifen
Der Wasserberater am AELF Nördlinger, Kurt Eger-Benninger, erläuterte die Bedeutung von Pufferstreifen und wie diese gefördert werden bzw. zur sogenannten Greening-Verpflichtung beitragen können.
Pflanzenbauberater Helmut Stöcker ging auf die Bestimmungen der Düngeverordnung im Hinblick auf freizuhaltende Abstände bei Gewässern sowohl bei der Mineraldüngung als auch bei der Gülleausbringung ein. Mit der Einhaltung der vorgeschriebenen Sperrzeiten werden sowohl die Oberflächengewässer als auch das Grundwasser geschützt.
Qualitätsunterschiede bei Mineraldüngern
Adrian Urban, Fachberater eines Düngemittelherstellers, ging auf die Qualitätsunterschiede bei Mineraldüngern ein. Die Gleichmäßigkeit der Korngröße, aber auch die Härte der Düngerkörner seien für eine exakte Ausbringung entscheidend.
Der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, Karlheinz Götz, ging auf Probleme der Landwirte bei der Einhaltung der Düngeverordnung ein. Er appellierte aber ebenfalls an die anwesenden Bauern, die Vorgaben einzuhalten, um der Gesellschaft zu zeigen, dass sich die Landwirte ihrer Verantwortung bewusst sind.