Erlebnis Bauernhof - Lernprogramme für Schulkinder

Schriftzug Erlebnis Bauernhof - Lernprogramme für Grund- und Förderschulen

Unser Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Nördlingen lädt alle 2. bis 4. Jahrgangsstufen der Grundschul- und Übergangsklassen sowie alle Jahrgangsstufen an Förderschulen ein, mit ihren Lehrerinnen und Lehrern einen Bauernhof in ihrer Nähe zu besuchen.

Erlebnis Bauernhof bietet nicht nur einen kostenlosen Besuch eines Betriebes. Die Lernprogramme haben auch Lehrplanbezug und fördern wichtige Kompetenzen.

Wir helfen

  • bei Fragen zum Ablauf
  • bei der Auswahl eines geeigneten Betriebs
    (im Landkreis Donau-Ries gibt es 17 zugelassene Betriebe!)

Ansprechpartnerin

Edith Auchter
AELF Nördlingen
Oskar-Mayer-Straße 51
86720 Nördlingen
Telefon: 09081 2106-43
Fax: 09081 2106-55
E-Mail: poststelle@aelf-nd.bayern.de

Erlebnisse

Sommer.Erlebnis.Bauernhof 2017: Pommes, Knödel & Co. in Mönchsdeggingen und Löpsingen

Mit aufgeklebten Augen und ausgeschnittenen Kronen verzierte Kartoffeln
16 Studierende der Landwirtschaftsschule Nördlingen, Abteilung Hauswirtschaft, veranstalteten ein Projekt zum Thema "Sommer.Erlebnis.Bauernhof 2017". Für jeweils einen Vormittag brachten sie Ende Juni 2017 mit verschiedenen Stationen an den Grundschulen Mönchsdeggingen und Löpsingen den Zweit- und Drittklässlern die Kartoffel nahe.
Die Studierenden initierten und planten zur Frage: Was hat der Bauer mit Pommes, Knödel und Co. zu tun? "Ziel des Projektes war es, Kinder und deren Eltern für die Landwirtschaft zu sensibilisieren und den Bekanntheitsgrad des seit 2012 bestehenden Programms Sommer.Erlebnis.Bauernhof weiter zu steigern", sagte Studierende Susanne Deininger.
Blaue Kartoffeln und Fettgehalt von Chips
An den Vormittagen sollten Antworten auf Fragen wie zum Beispiel "Wie sieht eine Kartoffelpflanze aus?", "Wie werden Kartoffeln angebaut - früher und heute?" und "In welchen Lebensmitteln sind Kartoffeln enthalten?" gefunden werden. "Beeindruckt waren die Schulkinder auch davon, wie viel Fett in einer Tüte Chips steckt und dass man blaue Kartoffeln essen kann", sagte Deininger. Zudem lernten sie die Geschichte des Kartoffelkönigs kennen, den die Kinder während der Stationen selbst basteln und anschließend mit nach Hause nehmen durften. Mit einem gemeinsamen Pellkartoffel-Essen endete der spannende Unterricht.

Sommer.Erlebnis.Bauernhof im Landkreis Donau-Ries: Vom Gras zur Milch

Im Mai und Juni 2016 fanden in ganz Bayern die Projektwochen Sommer.Erlebnis.Bauernhof statt. Auch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Nördlingen beteiligte sich. Die ersten Mitmach-Aktionen im Landkreis Donau-Ries fanden im Sonderpädagogischen Förderzentrum Sankt-Georg-Schule in Nördlingen statt (12. und 13. Mai 2016), weitere an der Grund- und Mittelschule in Monheim (31. Mai bis 3. Juni 2016). Neben Mitarbeitern des AELF waren die Erlebnisbäuerinnen Birgit Herrle (Ehringen), Alexandra Löfflad (Enkingen), Erna Lechler (Ehringen) und Sigrid Leinfelder (Otting) auf ihren Höfen und in den Schulen aktiv.
Inhalte im Unterricht
Was kann aus 22 Liter Rohmilch hergestellt werden? Gibt jede Kuh Milch? Wann gibt eine Kuh Milch? waren Fragen, denen die Kinder auf den Grund gingen.
Warum die Kuh so viel Futter braucht...
Am Tag braucht eine Kuh rund 50 Kilogramm (kg) Futter und 110 bis 150 Liter Wasser. Auf dem Speiseplan stehen: Gras als Frischfutter (ca. 70 kg), Grassilage, Maissilage, Heu, Stroh, Getreideschrot, Mineralfutter, Kraftfutter und Salz (z. B. in Form von Lecksteinen). Nur wenn die Kuh genügend Futter und Wasser bekommt, bleibt sie gesund und gibt durchschnittlich 22 Liter Milch am Tag. Die Milchleistung mancher Kühe liegt bei 40 Litern und mehr. Eine ausgewogene Futtermischung setzt sich zum Beispiel zusammen aus: Maissilage (ca. 18 kg), Grassilage (ca. 15 kg), Heu (ca. 1 kg), Biertreber (ca. 6 kg), Kraftfutter (ca. 5 kg) und Mineralstoffmischung (ca. 150 g).
Warum Gülle auf die Wiese muss und was sonst noch zu tun ist...
Für die Grünfutter-Ernte sind zwischen Frühjahr und Herbst viele Arbeitsschritte und landwirtschaftliche Maschinen und Geräte notwendig. Damit Futtervorrat in der erntearmen Zeit, vor allem im Winter, da ist, werden Grassilage und Heu gemacht. Die meisten Grasschnitte werden siliert. Ein Grasschnitt wird meist im Monat Juni zu Heu getrocknet, da man für gutes Heu viel Sonne und hohe Temperaturen am Stück (ca. 2-3 Tage) benötigt. Gras kommt im Sommer auch als Frischfutter auf den Futtertisch im Stall oder alternativ die Kühe auf die Weide, wo sie es sich selbst rupfen können. Meist versorgt ein Futtermischwagen die Kühe im Stall mit einem "Futtermüsli" aus Silage, Heu, Stroh, Getreideschrot, Mineralfutter, etc.

Grünland-Arbeiten von Frühjahr bis Herbst

  • Grünlandflächen striegeln und walzen
  • Gülle, das sogenannte "Schwarze Gold", als organischen Dünger auf die Wiesen ausbringen
  • Gras mähen, zetteln und schwaden
  • Gras mit Ladewagen einfahren und im Fahrsilo abladen und verdichten.
  • Gras mit Folien abdecken und zusätzlich mit Sandsäcken oder Reifen beschweren
  • Grassilage gibt es auch in Rundballenform in Folie gewickelt
Warum die Kuh vier Mägen hat oder was passiert, wenn Kühe "Kaugummi kauen"...
Gras und anderes Rauhfutter lässt sich schwer verdauen. Im Gegensatz zum Menschen hat die Kuh vier Mägen (Sammelmagen oder Pansen, Netzmagen, Blättermagen, Labmagen), um dies zu schaffen. Wenn Kühe auf der Weide stehen und es so aussieht, als würden sie nichts tun, arbeiten die Wiederkäuer eigentlich. Der Darm einer Kuh ist ungefähr 50 Meter lang. Er nimmt die Nährstoffe, zum Beispiel Vitamine, Mineralstoffe, Proteine, auf und gibt sie an den Blutkreislauf ab. Und am Ende finden sich die wertvollen Nährstoffe auch in der Milch. Einen Teil des "Futtermüslis" scheiden die Kühe als Kuhfladen wieder aus, was dann als organischer Dünger auf die Wiesen und Felder ausgebracht wird. Der Kreislauf beginnt von vorne.