Einsemestriger Studiengang Hauswirtschaft wieder gestartet
Mit Schwung und Elan zur "Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung"

Gruppenfoto mit Schulleiterin und zwei LehrkräftenZoombild vorhanden

Studierende 2020

Ob der 15. Jahrgang - 2020-2022 - tatsächlich gestartet werden konnte, war lange Zeit unsicher, und der 1. Schultag musste verschoben werden. Aufgrund der Berichterstattungen von Judith Zacher über die Nördlinger Fachschule, die im Bayerischen Fernsehen gesendet wurden und im Bayerischen Rundfunk sowie auch im SWR zu hören waren, konnte Schulleiterin Brigitte Steinle 17 neue Fachschülerinnen begrüßen.

"Der 15. Durchlauf ist gleich zum offiziellen Beginn noch mehr als der abgeschlossene Jahrgang von Hygiene bedingten Auflagen geprägt, welche die Corona-Pandemie mit sich bringt", sagte Steinle in ihrer Begrüßung. Trotzdem freue sie sich, dass sich im Endspurt wieder genügend Frauen für diese Qualifikationsmöglichkeit angemeldet haben.
17 Studierende
Immer mittwochs kommen die 17 Frauen, die überwiegend aus dem Landkreis Donau-Ries stammen, in die Schule nach Nördlingen, um in der Hauswirtschaft fit zu werden. Die Frauen unterschiedlichsten Alters stellen sich der Herausforderung, Haushalt und Familie, den landwirtschaftlichen Betrieb und/oder den Beruf und die Unterrichtstage zu vereinbaren. Ein Schulbeginn im September habe sich bewährt, denn dann können die Frauen, welche die Voraussetzung erfüllten und dies wollen, gleich im Anschluss an die Fachschule in die Abschlussprüfung zur "Staatlich geprüften Hauswirtschafter*in" gehen. Das aktuelle Semester wird bis Anfang Juli 2022 andauern, so die Schulleiterin.
Theorie- und Praxisfächer stehen auf dem Stundenplan
Zu dem Fächerreigen, der von den Studierenden in rund 84 Tagen zu absolvieren ist, gehören Theoriefächer wie Berufs- und Arbeitspädagogik, Ernährungslehre, Familie, Persönlichkeit und hauswirtschaftliche Betreuung, Haushalts- und Finanzmanagement, Hausgartenbau und Unternehmensführung genauso zum Stundenplan wie die Praxisfächer Küchenpraxis und Haus- und Textilpraxis.
Erster Schultag unter erschwerten Bedingungen
Am ersten Schultag stand aber erst einmal Organisatorisches und das Kennenlernen untereinander auf dem Programm. Trotz der Maskenpflicht war es spannend zu hören, welche Berufe die Studierenden bereits erlernt und ausgeübt haben, welcher Bezug zur Landwirtschaft besteht und aus welchen Gründen sie sich für die Fachschule, die unter dem Namen "Teilzeitschule Hauswirtschaft" eher bekannt ist, entschieden haben.
Die Unterrichts- und Praxisräume wurden an diesem Tag gleich mit neuem Leben erfüllt. Zudem konnten die Studierenden in kleinen und vorerst festen Gruppen in ausgewählten Praxiseinheiten bereits ihr Können im Kochen und im Service zeigen sowie bereits erste Erfahrungen mit einem "Mund-Nasen-Masken-Unterricht" machen. "Probieren Sie einfach einmal etwas Neues aus, auch wenn es Ihnen anfangs ungewohnt und umständlich erscheint", ermunterte eine der Fachlehrerinnen.